Aktuelles

Wettbewerb zur Gestaltung

der Friedhofserweiterung und des Kirchplatzes

 

Auszüge aus dem Protokoll zur Sitzung des Preisgerichtes des Wettbewerbes.

Die Sitzung des Preisgerichtes beginnt am 14.11.2014 um 9.15 Uhr im Schulungsraum des Zivilschutzzentrums St. Peter Villnöß.

 

Preisrichter:

Bürgermeister Robert Messner

Pfarrgemeinderatspräsident Toni Profanter

Dr. Arch. Olaf Köhler

Dipl. Ing. Arch. Peter Riepl

Dr. Arch. Elena Galvagnini

Teilnehmer:

 

1.Preis (Projekt 05)

Arch. Helmut Stifter, Arch. Angelika Bachmann
 

 

 

2. Preis (Projekt 03)

Arch. Lukas Mayr

Mitarbeiter: Arch. Karin Oberlechner

 

 

 

3. Preis (Projekt 06)

Arch. Ulrich Weger

Mitarbeiter: Arch. Mattia Arcaro

 

 

 

Spesenvergütung (Projekt 01)

Arch. Thomas Psaier

Mitarbeiter: Arch. Peter Pernthaler, Arch. Günther Psaier

 

 

 

Spesenvergütung (Projekt 02)

Arch. Arnold Gapp

Mitarbeiter: Arch. Silvia Claudia Kaufmann, Arch. Lena Platzgummer,

Arch. Franz Perkmann

 

 

 

Spesenvergütung (Projekt 04)

Arch. Stefan Gamper

Mitarbeiter: Geom. Roland Fischnaller, Geom. Anton Tobias Kritzinger

Beurteilungen der Projekte

 

Projekt 05 1. Preis

Das Projekt überzeugt in seiner Gesamtkonzeption und dem sensiblen Umgang mit dem Ort. Die Totenkapelle ist ein eigenständiger Typus und schafft in ihrer Konfiguration einen Rücken zum Friedhof und einen starken Abschluss.

Die Positionierung, Dimensionierung und Anbindung des Pfarr­platzes und des Pfarrheimes sind überzeugend.

Die Wegeführung ist effizient durch den sparsamen Umgang mit Rampen. Auch die Zufahrt zum Pfarrplatz ist gut gelöst. Die nördliche Zufahrtsstraße wird belassen und die Parkplätze schonend eingebaut.
In Summe entstehen qualifizierte Räume mit Atmosphäre und einem dem Ort angemessenen Maßstab. Es ist dem Projekt gelungen ein eigenständiges Ensemble zu schaffen und eine schlüssige Antwort auf den Ort zu geben.

Das Preisgericht gibt folgende Hinweise, die bei einer weiteren Planung beachtet werden müssen.

  • die Homogenität ist sicher zu stellen,

  • bedingt zur topografischen Situation muss die Schnittlinie zur Straßen im Norden gut ausgearbeitet werden,

  • die eigenständige Form muss ein kräftiger Abschlusspunkt des Kirchenensembles bleiben,

  • eine direkte Verbindung von der Totenkapelle zum histo­rischen Friedhof muss geschaffen werden,

  • der vorgeschriebene Abstand der Gräber muss eingehalten werden,

  • ein weiteres Erweiterungspotential kann genutzt werden.

 

Projekt 03 2. Preis

Das betont minimalistische Gesamtkonzept hat große Qualitäten und weist eine sehr gute Einbindung in die Landschaft auf. Der Rundweg im Friedhof bildet eine schöne Wegsequenz bis hin zur Kapelle, die als ein Teil der Friedhofsmauern gesehen wird. Die architektonische Ausformulierung erscheint kaum lesbar. Der herausfordernde Ort an der Spitze an der Straßenkreuzung bräuchte eine stärkere Antwort.

Das zukünftige Pfarrheim ist wie alle anderen umliegenden Ge­bäude selbstverständlich in die Landschaft eingebettet. Auch der gut positionierte und dimensionierte Pfarrplatz geht sanft in das steilere, begrünte Gelände über und wird so von der Zubringerstraße getrennt.

 

Projekt 06 3. Preis

Das Konzept der Friedhofserweiterung mit der großzügigen Flucht zum Kirchturm und der kaskadenförmigen Abtreppung zum histori­schen Friedhof ist ein sehr interessanter Ansatz und ist aus funktioneller und architektonischer Sicht eine überzeugende Lösung. Ebenfalls der Bereich der Kapelle mit dem Zugang über einen Vorplatz und die Weiterführung des Mauersystems ist eine ange­messene Antwort auf den Ort.

Kritisch gesehen wird jedoch wird die bauliche Kunstlandschaft im Rücken des Friedhofes mit dem großflächigen Platzraum und der Gestaltung der Mauern im Parkplatzbereich. Die Positionierung des Pfarrheimvolumens ist funktionell nachvollziehbar, jedoch die daraus entstehenden Außenräume können nicht überzeugen.

 

Projekt 01 Spesenvergütung

Das Projekt erfüllt alle funktionellen Anforderungen des Raum­programms und weist eine gute barrierefreie Anbindung aller Be­reiche auf. Die eigene Architektursprache und die Unklarheit des Stützmauersystems ist für diesen Ort zu kleinteilig und erscheint unübersichtlich. Die Gestaltung des Kirchplatzes mit den Sitzstufen ist nicht überzeugend. Die Verlegung der Zubringerstraße und die teilweise Überdachung der Stellplätze ist eine aufwendige Lösung.

 

Projekt 02 Spesenvergütung

Das klare Grundkonzept mit der Verbindung der beiden bestehen­den Friedhofsfelder durch die Erweiterung ist funktional bestechend, räumlich jedoch nicht ganz überzeugend. Die Positionierung und Anbindung der Totenkapelle ist nachvollziehbar, die Ausrichtung des Sammelplatzes zu den Parkplätzen wird nicht positiv bewertet. Die großzügige Gestaltung des Pfarrplatzes und die Anbindung durch eine Rampe an die Zubringerstraße ist eine klare Aussage. Die räumliche und architektonische Gestaltung, sowie die Proportionen sind jedoch keine angemessene Antwort auf diesen sensiblen Ort.

 

Projekt 04 Spesenvergütung

Das Projekt schlägt eine funktionierende Erweiterung des Friedhofes und eine angemessene Platzgestaltung mit einer barrierefreien Anbindung vor. Ein leitendes Konzept ist jedoch nicht erkennbar und die Kleinteiligkeit der Eingriffe entspricht nicht der Tradition des Ortes. Die Positionierung der Kapelle als Solitär und die Anbindung des Kapellenvorplatzes an den Friedhof sind nicht überzeugend. Die Gestaltung der Parkplätze mit einer Überdachung und tragenden Scheiben erscheint als Eingriff in die Landschaft unangemessen.

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