Unserem geschätzten Mesner

Peter Profanter zum Gedenken +25.10.2016

 

 

Peter Profanter wurde am 11.01.1943 beim Mesner als viertes von fünf Kindern geboren. Sein Vater kam in November 1944 bei einem Bombenangriff in der Valsugana ums Leben. Die Last der Erziehung lag nun auf den Schultern der Mutter. Nach der Schule arbeitete er auf dem Mesnerhof. Gerne erzählte er, wie er mit dem Pferd die alte Villnösser Straße vom Schnee räumte oder wie er beim Bau des Pfarrheimes Material transportierte.

 

Am 22.11.1967 ehelichte er Cäcilia Pernthaler, mit welcher er eine harmonische Ehe führte. Der Ehe entsprossen drei Kinder und nun galt es, ein Heim für die Familie zu bauen. Peter fand Arbeit bei der Firma Vendruscolo, wo er als Walzenfahrer die meisten Straßen und Hofzufahrten im unteren Eisacktal kennenlernte. Herrn Vendruscolo schätzte er als guten und großzügigen Arbeitgeber.

Im Jahre 1991 übernahmen Cilli und Peter den Mesnerdienst. Mit Liebe und Hingabe betreuten beide die Pfarrkirche durch 25 Jahre. Bereits als Kind war er mit den verschiedenen Arbeiten und Aufgaben der Mesnerei vertraut. Viel Geduld und zusätzliche Arbeit erforderten die Renovierung der Pfarrkirche, der Bau der Orgel und die Neugestaltung des Altarraumes.

Die Pfarrerwechsel bedeuteten immer wieder eine Umstellung. Peter begegnete den Pfarrern und anderen Priestern mit Respekt; mit väterlicher Fürsorge bemühte er sich um die Ministranten, sodass in der Sakristei eine ruhige Atmosphäre herrschte.

In unserer Diözese wurden im Jahre 1972 die Pfarrgemeinderäte eingeführt und Peter war von Anfang mit dabei bis zum Jahre 2010 und als Mitglied des Verwaltungsrates bis zu seinem Tode. Auch engagierte er sich in der Kath. Männerbewegung und in der Mesnergemeinschaft.

Die Ladiner fanden bei ihren Wallfahrten in Peter einen hilfsbereiten Ansprechpartner. Peter wusste über die Traditionen und kirchlichen Feste bestens Bescheid, sodass die Seelsorger stets genaue Auskunft erhielten, was an welchem Fest üblich ist. Neuerungen stand Peter offen gegenüber. Peter war sehr friedliebend, wenn es aber galt, eine überzeugte Meinung zu vertreten, konnte er auch  energisch seinen Standpunkt äußern; dabei ging es ihm nicht um persönliches Prestige, sondern um das Wohl der Pfarrgemeinde.

Möge er nun für seine ehrenamtlichen Dienste und seinen gewissenhaften Mesnerdienst reich belohnt werden, denn er ist bis zu seinem unerwarteten und allzu frühen Tod seiner Berufung treu geblieben. Die Villnösser werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

 

Der Pfarrer Paul Faller und der Pfarrgemeinderat

Nachruf

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